Dienstag, 24. April 2018

Liebevoller und freundlicher Umgang mit Hunden

Hunde brauchen unser Vertrauen nicht, dass wir liebevoll und freundlich mit ihnen umgehen, wenn alles gut klappt.

Sie brauchen es, wenn es mal nicht so gut läuft!

Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster


Dienstag, 3. April 2018

Training mit Herz und Verstand

Genieße das Hier und Jetzt, denn egal wie schön der Moment auch gerade ist, ein Wort, ein Geruch, ein Reiz kann auch die besten Momente verändern - denn der Körper vergisst nie.
Körper sind wie Landkarten, jeder Schritt, jedes Ereignis ist darauf gespeichert. Und egal, wo unser jetziger Standpunkt auch ist, egal wie viele Schritte wir gegangen sind und wie oft wir versucht haben, unsere Spuren zu verwischen, jedes Erlebnis ist in unserem Körper gespeichert.
Daher kann es passieren, dass es immer wieder Situationen gibt, die uns völlig überwältigen, obwohl wir uns nicht mal an irgendein Erlebnis dazu erinnern können.
Wir können trainieren und trainieren, aber trotz aller kognitiven Fähigkeiten, die unsere Hunde erlernt haben, kann es einen Punkt geben, an dem alles vergessen scheint und der Hund wieder in ein von uns unerwünschtes Verhalten fällt.
Verhalten kann sich nur ändern, wenn der Verstand auch das Herz mitnimmt!
Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster

Dienstag, 13. März 2018

Face-to-Face-Kommunikation

“Spiel erfordert oft Mobilisierung. Damit es nicht in Aggressivität umschlägt, muss Face-to-Face-Interaktion stattfinden“ - Stephen Porges - Professor für Psychiatrie und Biomedizintechnik
Alle Säugetiere verfügen über ein System für soziales Engagement, dass der Regulierung des Kampf - Flucht - Verhaltens dient. Ist dieses System abgeschaltet oder blockiert, ist die Wahrnehmung, ob Freund oder Feind im Anmarsch ist, getrübt und auch das Gegenüber kann darauf hin irritiert reagieren.
Daher ist es so wichtig, dass Hunde, besonders während ihrer Entwicklung, auch ihr Nervensystem ausbilden können. Körpersprache ist mehr, als nur bestimmte Bewegungen zu erlernen. Besonders für die Kommunikation ist es wichtig über bestimmte Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu verfügen. Beim Spiel ist der Blickkontakt entscheidend oder wenn dies nicht geht, die Stimme. So signalisieren sie einander, dass es nicht gefährlich ist, mit ihnen zusammen zu sein, d.h. sie können zusammen rumtoben ohne sich zu verletzten.
Während man früher der Annahme war, dass Spielen nur dem Einüben von Jagdsequenzen oder dem Kampf- / Fluchtverhalten dient, so weiß man heutzutage, dass das Spiel vor allem dazu dient, Fähigkeiten zu entwickeln, die der Regulation des Körperzustandes dient (Aufregung -
Entspannung / Mobilisierung - Immobilisierung). Erwachsene Hunde spüren es, wenn die Jungen zu sehr aufdrehen und unterbrechen das Spiel, bleiben aber in Kontakt bis sich die Nerven wieder beruhigt haben. Denn Säugetiere brauchen Artgenossen, um ihre Körperzustände regulieren und überleben zu können.

Dies können Welpen jedoch nicht von anderen Welpen lernen, sondern nur von gut sozialisierten erwachsenen Hunden. Welpen schaffen es noch nicht, sich selber zu regulieren, geschweige denn, jemanden anderes zu beruhigen. Daher kippt das Spiel unter Welpen oftmals und endet in Mobbing, Flucht, Kampf und Stress. Welpen brauchen unbedingt Vorbilder von denen sie lernen und daran wachsen können. Das Spiel sollte daher vielmehr als neuronale Übung angesehen werden, die die Fähigkeit schult, zwischen verschiedenen physiologischen Zuständen zu wechseln und somit die Resilienz zu fördern.
Befindet sich ein Hund im Kampf / Flucht Modus, ist er gegen soziale Interaktionen immun. Daher sollte bei Hundekontakten immer darauf geachtet werden, dass eine Face-to-Face-Kommunikation stattfinden kann, damit das Gehirn in einen Zustand der Sicherheit versetzt wird, um sich entspannt auf das Gegenüber einlassen zu können.

Auch der Mensch ist ein Säugetier und sollte daher im Kontakt mit einem Hund auf eine freundliche Kommunikation achten. Genauso sollte der Mensch als potentieller Spielpartner auch immer darauf achten, dass ein Spiel ein Spiel bleibt. Puscht sich ein Hund während des Spiels zu hoch, liegt es an uns, dies wieder liebevoll zu regulieren. Den Hund für eine Reaktion des Nervensystems zu bestrafen macht überhaupt keinen Sinn. Im Gegenteil, fehlen dem Hund sogenannte Coping / Anpassungsstrategien oder haben wir einfach die Grenzen übersehen, so liegt es auch an uns, einem Hund wieder einen sicheren Rahmen zu geben.
Wie schlecht heutzutage Hunde reguliert sind, sieht man an der ansteigenden Zahl von hyperaktiven, distanzlosen und impulsiven Hunde, die über eine sehr geringe Frustrationstoleranz verfügen.

Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster

Mittwoch, 14. Februar 2018

Piloerektion = Gänsehaut

Gänsehaut ist per se nichts Schlimmes, es gibt also grundsätzlich keinen Grund zur Sorge, wenn ein Hund die Haare aufstellt.
Denn bei Gänsehaut handelt es sich nur um eine Kontraktion des Haarbalgmuskels, so dass sich der Haarfollikel über die Hautoberfläche erhebt und sich das Haar aufrichtet. Diese Kontraktion wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Ursache dafür können sowohl negative als auch positive emotionale Erlebnisse sein. Erlebnisse, die einem sozusagen unter die Haut gehen. Zittern (auch aufgrund von Kälte), Angst oder pure Freude können Auslöser für den Erregungszustand sein.
Einige Menschen bekommen Gänsehaut, wenn sie sich ekeln oder auch wenn sie Musik hören. Wiederum andere, wenn sie sich gruseln oder auch wenn sie Herz erwärmende Bilder sehen.
Finde heraus, wann dein Hund zu Gänsehaut neigt...
Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster

Sonntag, 4. Februar 2018

Pubertät - Gehirn wegen Umbau geschlossen

Pubertät - “Gehirn wegen Umbau geschlossen“ oder auch “dieses Gehirn ist vorübergehend nicht zu erreichen“ 
Auch wenn fast jeder über diese Aussagen schmunzeln muss 😏       
wird diese Phase oftmals für Hunde und auch für Hundeeltern zu einer echten Herausforderung. Man hat das Gefühl, dass jeglicher Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen wird.
Zu einem glücklichen Leben braucht es Ausgeglichenheit. Daher ist es das Wichtigste und Schönste für unseren Hund, wenn wir unseren Hund in schwierigen Zeiten dabei unterstützen, Ruhe in sich selbst zu finden.

Der Vorteil bei Hunden im Gegensatz zum Menschen ist, dass durch geschicktes Management, das Verhindern von unerwünschten Verhaltensweisen viel leichter ist.

Die eigene Entspannung - die sogenannte Selbstregulierung ist dabei immens wichtig, wenn ich zum einen meinem Gegenüber emotional helfen möchte und zum anderen, damit ich gut für mich selber sorgen kann, um schwierige Zeiten leichter zu meistern.
Da das Gehirn von Mensch und Hund in den wichtigen Bereichen nahezu identisch ist, gibt der nachfolgende Artikel Aufschluss, was in der Zeit des pubertären Umbau's im Hirn so los ist...
http://www.deutschlandfunkkultur.de/pubertaet-gehirn-wegen-…

Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster

Mittwoch, 24. Januar 2018

Ich bin wie DU

Man kann seinen Hund nicht nicht erziehen, denn man kann sich nicht nicht verhalten! Egal was ich tue, es hat einen Einfluss auf meinen Hund.
Von daher sollte ich darauf achten, dass es mein Hund so leicht wie möglich hat, in einer Gesellschaft, in der es nun mal Regeln und Vorschriften gibt, sich wohl zu fühlen, gut zurecht zu kommen und möglichst viele positive Erfahrungen zu machen.
Besonders junge Hunde passen sich uns an, da ihr Nervensystem noch darauf ausgerichtet ist, sich von außen regulieren zu lassen. Diese Übertragung kann ein Fluch und ein Segen zugleich sein, bin ich ruhig, freundlich, geduldig und entspannt wird sich das genauso auf meinen Hund auswirken wie eine nervöse, aggressive, unsichere, respektlose oder auch ängstliche Energie.
Foto: Nadine Brinkhoff
Gesunde Hunde sind von Natur aus sehr soziale Wesen - haben wir die Verantwortung für ein Lebewesen übernommen, sollten auch wir dafür sorgen, dass sie lernen können, sich sozial kompetent zu verhalten.
Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster

Donnerstag, 11. Januar 2018

Spielgesicht

Hunde verstehen keine Ironie! Spiel ist Spiel und Aggression ist Aggression. Was Hunde jedoch tun ist spielerisch Dinge wie Kampf und Jagd einüben. Aber ein Spiel wird dann ganz eindeutig durch bestimmte Mimik und Gestik gekennzeichnet.
Natürlich kann ein Mensch nicht das selbe Repertoire an hündischem Verhalten nachahmen, aber ein freundlicher Gesichtsausdruck, sowie Lachen, große Augen und eine fröhliche Stimmung können unterstützen, damit ein Spiel ein Spiel bleibt.
Fotos von Nadine Brinkhoff - Tierisch gut drauf
Ein Spiel, welches mit Sticheleien, Provokationen und Schikanen begleitet wird und ins Mobbing kippt, ist kein Spiel mehr und fördert nicht die sichere Bindung.
Durch das Erkennen von Stresssymptomen, Kommunikationssignalen, Übersprungshandlungen und das adäquate Reagieren darauf, wird aus Spaß niemals Ernst werden.
Mit hunde-freundlichen Grüßen, Stephanie Küster